Zahnmedizinischer Fachangestellter/
Zahnmedizinische Fachangestellte

Sie interessieren sich für den Beruf einer/eines Zahnmedizinischen Fachangestellten?

Wenn Sie noch keine Ausbildungsstelle haben, empfehlen wir Ihnen, sich in möglichst vielen Zahnarztpraxen kurz persönlich vorzustellen und Ihre Kurzbewerbung abzugeben. Oft fällt die Entscheidung, noch eine(n) Auszubildende(n) einzustellen, sehr kurzfristig. Wenn Sie sich zwischen verschiedenen Ausbildungsbetrieben entscheiden können, sind Probe-Arbeitstage hilfreich. Dabei erfahren Sie auch, ob Sie sich im Betriebsklima der Praxis wohl fühlen. Wenn Sie mit einer Praxis einen Ausbildungsvertrag schließen, meldet die Praxis Sie in der Berufsschule an.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. An zwei Tagen der Woche besuchen Sie die Berufsschule. Bei Ausbildungsbeginn stehen zunächst Fragen zum Beruf „Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r)“ (ZFA), zum Ausbildungsverlauf, zum Arbeits- und Ausbildungsrecht und zu den Prüfungen im Vordergrund. Auf der Homepage der Landeszahnärztekammer Hessen (www.lzkh.de) finden Sie unter „Praxispersonal“ viele wertvolle Informationen. Bei allen weiteren auftretenden Fragen und Problemen beraten Ihre Lehrkräfte Sie gern.

Und wir freuen uns darauf, mit Ihnen eines Tages Ihre bestandene Abschlussprüfung zu feiern.

Würdigung der Ausbildung mit einer Feierstunde

Anfang 2000 wurde die feierliche Abschlussfeier in Zusammenarbeit mit der Landeszahnärztekammer Hessen ins Leben gerufen. Seither ist sie fester Bestandteil und in jedem Jahr Höhe- und Schlusspunkt der Ausbildung. Jedes Jahr würdigt unsere Schule im Rahmen einer Feierstunde den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zur/m Zahnmedizinischen Fachangestellten.

„Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen.“

Feierstunde anlässlich des  Abschlusses der Zahnmedizinischen Fachangestellten

Im Rahmen einer Abschlussfeier am 15.06.2018 in der Theodor-Heuss-Schule wurden wieder 42 Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) verabschiedet. Durch das Programm führte der Abteilungsleiter für die Berufsschule Wirtschaft und Verwaltung und Gesundheit Steffen Trach. In seiner Begrüßungsansprache gratulierte er den Absolventinnen und einem Absolventen zu ihren Abschlüssen, lobte die erbrachten Leistungen und bedankte sich auch bei seinen Kollegen/innen für ihr Engagement und ihre gute Arbeit. Mit einem Zitat aus „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch „Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss“, spielte Herr Trach auf die dreijährige intensive Ausbildungszeit an, die nun abgeschlossen ist.

Er wünschte den Absolventen, dass der Beruf ihnen auch zukünftig viel Freude bereiten werde, denn „wenn Du liebst, was Du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten“, sagte er. Seine Rede schloss er mit einem Zitat von Henry Ford ab, welches die Bedeutung für das lebenslange Lernen verdeutlichte: „Wer aufhört zu lernen, ist alt, mag er 20 oder 80 sein.“

Reflexion und Eigenverantwortung

Unser Schulleiter Horst Schad betonte in seiner Ansprache, dass die Abschlussfeier für ihn immer ein besonderer Moment sei, da sich die Schülerinnen und Schüler heute für ihre erbrachten Leistungen belohnten und dafür gewürdigt würden.

Er betonte auch die Bedeutung der Eltern für das Gelingen der Ausbildung und bedankte sich bei ihnen für ihr Vertrauen in unsere Schule.

Herr Schad ermutigte die Absolventen und forderte sie auf, auch weiterhin offen und bereit für Veränderungen zu bleiben, dabei aber stets authentisch und im Einklang mit sich selbst zu bleiben.

Dazu seien Reflexionskraft und eigenverantwortliches Handeln sehr wichtig.

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi versinnbildlichte er die Bedeutung der geistigen Flexibilität in einer schnelllebigen Zeit:

„Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen.“

Anschließend lud er die Absolventen zu einer kleinen Phantasiereise ein.

Sie sollten sich vorstellen, bei einem Wettbewerb einen Preis gewonnen zu haben, dieser Preis würde in Form von 86.400 € täglich auf ein imaginäres Konto ausgezahlt. Die einzige Bedingung sei, dass die täglich erhaltene Summe bis zum Abend ausgegeben sein müsste, ansonsten verfiele sie.

Wie lange dieser „Geldsegen“ anhielte, wisse der Gewinner nicht. Jeden Tag könne er auch unerwartet versiegen.

Herr Schad schloss sein Gedankenexperiment mit dem Verweis darauf ab, dass jeder im Raum dieses magische Bankkonto besitze. Allerdings sei die Währung dort nicht der Euro sondern die Lebenszeit. Jeder Tag habe 86.400 Sekunden, die es sinnvoll zu nutzen gelte, so dass der Mensch am Ende eines jeden gelebten Tages von sich sagen kann: „Es hat sich gelohnt.“

In diesem Sinne gratulierte er den Absolventen zu den bestandenen Prüfungen und wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg.

Viele Anschlüsse nach dem Abschluss

Dr. Harald Kreis war erstmalig als Vorstandsbeauftragter der Landeszahnärztekammer Hessen bei der Verabschiedung der ZFA in Offenbach zu Gast. Er eröffnete seine Ansprache mit einem Zitat von Sokrates:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“

Mit diesem Zitat unterstrich er, dass seit Jahrtausenden negativ über die Jugend gesprochen werde, trotzdem sei das Ende der Welt noch nicht gekommen und die Jugend nicht so schlecht wie ihr Ruf.

Die Absolventen könnten stolz auf ihre erreichten Leistungen sein.

Sie stünden aber noch am Anfang eines lebenslangen Lernprozesses.

Er betonte dabei, dass der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Optionen für Spezialisierungen böte, wie z.B. die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachassistentin, der Prophylaxeassistentin oder der Verwaltungsassistentin.

Er ermunterte die Absolventen dazu, diese vielfältigen Chancen zu nutzen und sich „unentbehrlich für die Praxisinhaber“ zu machen.

Er schloss seine Rede, passend zur Fußball-WM, mit einem Zitat von Christiano Ronaldo ab: „Wir wollen nicht über unsere Träume reden, sondern sie in Erfüllung gehen lassen.“

Auch er wünschte den Absolventen für ihren weiteren Lebensweg im Namen der Landeszahnärztekammer Hessen alles Gute.

Das Rahmenprogramm wurde von der Schulband der THS gestaltet. Zur Schulband gehören Thomas Langer, Melike Batur, Achmed Khalil und Shero Ali. Mit eingängigen Songs (Play that funky music, Venagere und Word up) begleiteten sie die Feierstunde.

Abschied in ein neues Leben

Danach überreichten Steffen Trach und Dr. Harald Kreis den besten Auszubildenden berufsbezogene Fortbildungsgutscheine, welche von der Landeszahnärztekammer Hessen zur Verfügung gestellt wurden.

Der offizielle Teil wurde mit der Übergabe der Abschlusszeugnisse von der Theodor-Heuss-Schule und bunten Blumensträußen für alle Absolventen abgeschlossen. Diese stießen mit Sekt auf ihren Erfolg an und wurden dann in einen neuen Lebensabschnitt verabschiedet.

Absolventinnen der Zahnmedizinischen Fachangestellten im Jahr 2018:

Die besten Absolventinnen:

  1. Helana Hiller 1,45 Ø
  2. Larissa Bodran 1,65 Ø
  3. Melissa Weißhuhn 1,70 Ø

Fünf Absolventen erreichten einen Notendurchschnitt  zwischen 1,75 Ø und 1,95 Ø

37 Absolventen  haben mit der Durchschnittsnote 2,8 Ø bestanden.