Fachoberschule

Die clevere Alternative auf dem Weg zur Fachhochschulreife (Fachabitur)

Die Fachoberschule (FOS) baut auf dem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss) auf und ermöglicht das Fachabitur, mit dem man an jeder Fachhochschule studieren kann. An Hessischen Universitäten kann man Bachelor-Studiengänge belegen.

Die Schwerpunkte an der THS sind die Fachrichtungen

  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Wirtschaftsinformatik und
  • Gesundheit

Ansprechpartner ist Werner Pullmann (Leiter der FOS) sowie Dr. Evmarie Frank.

Die THS freut sich, wenn Schülerinnen und Schüler an unserem Angebot Interesse zeigen und sich informieren und beraten möchten.

Gerne stehen wir für einen Beratungstermin zur Verfügung. Setzen Sie sich direkt oder über das Sekretariat mit uns in Verbindung:

Sekretariat: 069 / 80 65 28 45 oder 069 / 80 65 24 35

Werner Pullmann: 069 / 60 65 40 20

Es gibt zwei unterschiedliche Ausbildungsformen:

Form A

Die Ausbildung dauert 2 Jahre.

Im ersten Jahr wird an drei Tagen in der Woche ein betriebliches Praktikum absolviert, an zwei Tagen findet in unserer Schule der Unterricht statt.

Das zweite Schuljahr ist vollschulisch, was bedeutet, dass kein Praktikum mehr notwendig ist und an jedem Tag Unterricht stattfindet.

Form B

Die Ausbildung dauert 1 Jahr und ist vollschulisch, das heißt, es findet an 5 Tagen in der Woche Unterricht statt.

Voraussetzung für den Besuch der B-Form:

Neben dem mittleren Bildungsabschluss setzt die B-Form eine Berufsausbildung oder eine Ausbildung im dualen System oder in der Höheren Berufsfachschule (HBFS oder HBI) voraus.

Beide Bildungsgänge enden mit einer staatlich anerkannten Prüfung, der zentralen Abschlussprüfung für die Fachoberschulen. Es wird in folgenden Fächern geprüft: Schwerpunktfach (Wirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheit), Deutsch, Englisch und Mathematik. Für jedes Prüfungsfach werden die Aufgaben zentral durch das Hessische Kultusministerium erstellt. Ein erfolgreiches Bestehen der Fachoberschule führt zur Fachhochschulreife, mit der man jeden Studiengang an jeder Fachhochschule und an hessischen Universitäten Bachelor-Studiengänge belegen kann.

Vorteile für ein späteres Studium

Da in der 12. Klasse das jeweilige Schwerpunktfach Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder Gesundheit 9 Stunden in der Woche unterrichtet wird, kann ein unschätzbarer Wettbewerbsvorsprung in Studiengängen zugehöriger Fachrichtungen aufgebaut werden, da viele Studieninhalte des Grundstudiums schon vermittelt werden.

Mit einem Fachabitur von der THS sind deshalb optimale Voraussetzungen gegeben, das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren.

FACHOBERSCHULE FACHRICHTUNG GESUNDHEIT

Der Schwerpunktbereich dieser Fachrichtung umfasst

  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers
  • Diagnostik und Therapie von Krankheiten
  • Prävention von Krankheiten

Für alle Schülerinnen und Schüler, die ihre Schule mit dem mittleren Abschluss verlassen, haben wir damit ein interessantes Angebot zur Erlangung der allgemeinen Fachhochschulreife innerhalb von zwei Jahren.

Falls sich Schülerinnen und Schüler mangels Alternative bereits an einer Fachoberschule an einem anderen Ort oder mit einem anderen Schwerpunkt beworben haben, können sie sich auch zusätzlich an unserer Schule anmelden. Dies gilt auch für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich bei uns an der THS bereits im Schwerpunkt Wirtschaft angemeldet haben.

Es gibt zwei unterschiedliche Ausbildungsformen:

Form A

Die Ausbildung dauert 2 Jahre.

Im ersten Jahr wird an drei Tagen in der Woche ein betriebliches Praktikum absolviert, an zwei Tagen findet in unserer Schule der Unterricht statt.

Das zweite Schuljahr ist vollschulisch, was bedeutet, dass kein Praktikum mehr notwendig ist und an jedem Tag Unterricht stattfindet.

Voraussetzungen für den Besuch der FOS Gesundheit (A-Form):

Mittlerer Bildungsabschluss, davon in zwei der Unterrichtsfächer Deutsch, Englisch oder Mathematik mindestens die Note befriedigend und keine fünf in diesen Fächern oder eine Versetzung in die Jahrgangsstufe 11 einer gymnasialen Oberstufe.
Ein Praktikum für drei Tage in der Woche in

  • Krankenhäusern oder Kliniken oder
  • Alten- und Pflegeheimen

Form B

Die Ausbildung dauert 1 Jahr und ist vollschulisch, das heißt, es findet an 5 Tagen in der Woche Unterricht statt.

Voraussetzung für den Besuch der FOS Gesundheit (B-Form):

Neben dem mittleren Bildungsabschluss setzt die B-Form eine Abschlussprüfung in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf im Gesundheitsbereich oder den Abschluss einer mindestens zweijährigen einschlägigen Berufsausbildung durch die staatliche Prüfung oder eine einschlägige Laufbahnprüfung im öffentlichen Dienst voraus.

Der Abschluss der Fachoberschule Gesundheit berechtigt

  • zum Studium an allen Fachhochschulen jeder Fachrichtung
  • zum Studium eines Bachelor-Studienganges an Universitäten und allgemeinen Hochschulen

Darüber hinaus qualifizieren sich die Fachoberschülerinnen und Fachoberschüler der Fachrichtung Gesundheit besonders für Studiengänge und qualifizierte Berufe in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales.

Anmeldeschluss: 31. März.

EXISTENZGRÜNDUNG (FOS)

Unternehmensgründung: Schüler erstellen Businesspläne für Unternehmen/Projekt mit der Industrie- und Handelskammer (IHK)

Eine Kick-Off-Veranstaltung bildet jedes Jahr für 150 bis 200 Schülerinnen und Schüler aus der Fachoberschule der Jahrgangsstufe 12 den Startschuss für das Projekt Unternehmensgründung. Unsere Schüler erstellen im Rahmen des Projekts Businesspläne für Unternehmen aus der Region, entwickeln Ideen und machen konkrete Erfahrungen im Bereich der Wirtschaft. Dabei kooperieren wir mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach, die das „Projekt Unternehmensgründung“ vorbildlich unterstützt.

Drei Unternehmer aus der Region berichten auf der Veranstaltung von ihren Erfahrungen mit der Selbstständigkeit, um den Schülern durch ihre authentischen Beispiele eine Vorstellung davon zu vermitteln und was es bedeutet, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Mit dabei waren im vergangenen Jahr Michael Brück, Geschäftsführer der Netzbetreiber GmbH aus Rödermark, Thomas Bick, Agrodirect – Groß- und Einzelhandel mit Lebensmitteln, ebenfalls aus Rödermark, sowie Maren Peitzmeyer Geschäftsführerin der Fitness Palast Sportstudio GmbH & Co. KG in Heusenstamm.

Praxis ergänzt die Theorie

Die IHK-Referenten für den Bereich Existenzgründung und Unternehmensförderung Bernd Eckmann und Holger Winkler hielten einen Impulsvortrag zum Businessplan. Eckmann: „Die theoretischen Grundlagen vermittelte der bisherige Schulunterricht.“ Im weiteren Schuljahr wird jetzt in Schülerteams an den Businessplänen gefeilt. So lernen die Schüler ihr fachliches Wissen konkret anzuwenden und bekommen dadurch eine Ahnung davon, was es bedeutet ein mittelständischer Unternehmer zu sein. Auf diese Weise wird ihnen klar, dass es gerade einzelne Akteure sind, eben Unternehmer, die das Wirtschaftsleben bestimmen und gestalten.“

Kooperation und Innovation gehören zur Schulkultur

Der Schulleiter unserer Schule Horst Schad freut sich über das innovative Projekt und über die kontinuierliche Kooperation mit der IHK, welche ein ganz wichtiger Beitrag auch im Rahmen des Schulleitbildes an der THS ist. Auch der Projektleiter und Lehrer für Politik und Wirtschaft und Mathematik Hanno Schäfers geht davon aus, dass von dem Projekt wieder wichtige Impulse für die Schule und damit für die beteiligten Schülerinnen und Schüler ausgehen werden.

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Dieser Artikel zum Projekt Unternehmensgründung: Businesspläne für Unternehmen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) erschien am 10.04.2018 in der Offenbach Post