Berufliches Gymnasium

Der clevere Weg zum Abitur

Das Berufliche Gymnasium bietet die Möglichkeit, Allgemeinbildung und berufliche Grundbildung sinnvoll zu verbinden.

Hier gibt es viele Informationen zu den folgenden Themen:

Ansprechpartner ist Alexander Koch

Die THS freut sich, wenn Schülerinnen und Schüler an unserem Angebot Interesse zeigen und sich informieren und beraten möchten.

Gerne stehen wir für einen Beratungstermin zur Verfügung. Setzen Sie sich direkt oder über das Sekretariat mit uns in Verbindung.

Sekretariat: 069 / 80 65 24 35 oder 069 / 80 65 24 36

Alexander Koch 069 / 80 65 40 06

Allgemeine Informationen

Im Beruflichen Gymnasium (BG) der THS kann man, wie an allen anderen hessischen Gymnasien auch, die Allgemeine Hochschulreife, das Abitur, erlangen, um dann an einer Universität oder Hochschule in den verschiedensten Fachrichtungen studieren zu können.

Im BG wählt man einen Schwerpunkt mit einem Hauptfach, das in der 12. Jahrgangsstufe zu einem Leistungskurs wird. Die THS bietet folgende Fachrichtungen an:

  • Wirtschaft und Verwaltung
  • Gesundheit und Soziales

Durch die Spezialisierung auf eine Fachrichtung verfügt man in einem zukünftigen Studium in dem Bereich über einen unschätzbaren Wettbewerbsvorsprung, da viele Studieninhalte des Grundstudiums bereits bei uns vermittelt werden. Demzufolge sind die Chancen im Vergleich zu dem Besuch eines herkömmlichen Gymnasiums höher, das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren.

Doch ist ein Studium im Wirtschafts- bzw. Gesundheitsbereich nicht zwingend. Mit der erlangten Allgemeinen Hochschulreife kann man ein Studium in jeder Fachrichtung absolvieren. Es sind aber nicht nur optimale Voraussetzungen für ein Studium gegeben, sondern auch für eine Ausbildung.

Die meisten THS-Lehrerinnen und Lehrer haben in dem Bereich Gesundheit oder in dem Bereich Wirtschaft gearbeitet und sind deshalb auch im praktischen Bereich sehr kompetent. Die THS verbindet daher Theorie und Praxis miteinander, um bessere Lernerfolge zu erzielen. Im Unterricht finden verschiedene Projekte oder Tagesveranstaltungen statt, wie beispielsweise:

  • Werks- und Produktionsbesichtigungen
  • Meinungsumfragen im Bereich der Marktforschung
  • Erstellung von Werbefilmen
  • Teilnahme an dem Planspiel „Börse“
  • Teilnahme an Vorträgen von Gastdozenten, z. B. der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt und der Technischen Universität Darmstadt
  • Besuch von Hochschulinformationstagen
  • Museen- und Theaterbesuche
  • Kennenlerntage
  • Studienfahrten
  • Projektwoche
  • Berufs- und Studienorientierung
  • Assessment Center

Unterricht und Förderunterricht

Inhaltlich werden in der 11. Klasse in der so genannten „Kompensationsphase“ die verschiedenen Wissens – und Leistungsstände aller Schülerinnen und Schüler angeglichen. In dieser Phase haben alle noch einmal die Gelegenheit das Wissen der Mittelstufe aufzufrischen und zu intensivieren. Das ist notwendig, weil unsere Schülerinnen und Schüler aus sehr unterschiedlichen Schulen kommen und unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen. Die THS bietet einen Neuanfang in den Fächern Biologie, Physik und Chemie. Somit ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler neue Chancen, ihre Leistungs- und Lernbereitschaft unter Beweis zu stellen.

Zur Unterstützung bieten wir Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an.

Wenn die THS-Schüler in der Mittelstufe in einer zweiten Fremdsprache (z.B. Französisch, Spanisch oder Latein) mindestens vier Jahre unterrichtet wurden, können sie ihr Grundwissen an der THS intensivieren oder die zweite Fremdsprache abwählen. Wer die Voraussetzung nicht erfüllt, also noch keine zweite Fremdsprache hatte oder weniger als vier Jahre in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurde, beginnt in einer zweiten Fremdsprache neu: in Französisch oder Spanisch.

Schwerpunkt Wirtschaft

In dem Schwerpunktfach Wirtschaftslehre (WL), das aus BWL und VWL besteht, werden in der Jahrgangsstufe 11 die allgemeinen Grundlagen des wirtschaftlichen Handelns, Grundbegriffe der Volks- und Betriebswirtschaft sowie die Grundlagen des Zivilrechts erlernt.

Phasen Wirtschaftslehre Rechnungswesen Datenverarbeitung
E1 Grundfragen des Wirtschaftens und unternehmerisches Handeln Grundlagen der Industriebuchführung Anwendungsmöglichkeiten der Datenverarbeitung in Wirtschaft und Wissenschaft
E2 Buchung wesentlicher industrieller Wertschöpfungsprozesse Tabellenkalkulation
Q1 Produktion Jahresabschluss und Bewertung Datenbanken
Q2 Investition und Finanzierung Kostenrechnung I Lösung von wirtschaftlichen Aufgaben mit Datenbankprogramm und Tabellenkalkulation
Q3 Einkommen, Beschäftigung, Konjunktur Auswertung des Jahresabschlusses Grundlagen der strukturierten Programmierung
Q4 Marketing Kostenrechnung II Objektorientierte Modellierung und Programmierung

Schwerpunkt Gesundheit

Unabhängig davon, ob man später im gesundheitlichen Bereich arbeiten möchte, lernt man im Fach Gesundheitslehre etwas über sich selbst, über seinen eigenen Körper. Dies zeigt sich in interessanten Themen, wie beispielsweise Ernährung, Stress und Sport. Wichtig ist dabei, wie man sich gesund hält. Das zugehörige Nebenfach Gesundheitsökonomie betrachtet die gesellschaftlichen, volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte des Gesundheitswesens, wobei besonders auf aktuelle Entwicklungen und internationale Unterschiede eingegangen wird.

Phasen Gesundheitslehre Gesundheitsökonomie
E1 Die Lebensweise (und den Lebensraum) gesundheitsfördernd gestalten. Wirtschaftliche Grundtatbestände im Gesundheitswesen
E2 Soziale Sicherung und Vertragsrecht im Gesundheitswesen

 

Q1 Informationssysteme als Grundlage für Persönlichkeit, Kommunikation und interne Regulation Aufbau und Funktion des deutschen Gesundheitswesens

 

Q2 Zentrale Bedeutung des Herz–Kreislauf-Systems für die Gesundheit Gegenüberstellung von Gesundheitssystemen im internationalen Vergleich

 

Q3 Das Immunsystem als Grundlage für ein gesundes Leben Public Health als Steuerungskonzept im Gesundheitswesen und gesundheitsökonomische Analysemethoden

 

Q4 Leben als sinnvolle Entwicklung Gesundheitspolitische Aufgabenfelder und Zielkonflikte

Kennenlernfahrt und Berufs- und Studienorientierung

Zu Beginn der 11. Klasse steht zunächst das Miteinander im Vordergrund, das Kennenlernen der neuen Mitschülerinnen und -schüler und die Bildung einer Klassengemeinschaft. Das ist deshalb so wichtig, weil wir wissen, wie entscheidend es für den Lern- und Entwicklungsprozess ist, dass man beim Lernen auch Freude empfindet. Eine gute Klassengemeinschaft ist dafür Voraussetzung. Daher fahren wir meist vor den Herbstferien einige Tage auf eine „Kennenlernfahrt“.

In der Jahrgangsstufe 12 müssen zwei Leistungskurse belegt werden. Im BG Wirtschaft und Verwaltung ist Wirtschaftslehre, im BG Gesundheit und Soziales ist Gesundheitslehre ein verpflichtender Leistungskurs. Dazu wählt man an der THS noch einen der folgenden Leistungskurse:

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Englisch
  • Biologie

Für die Fächer, die als Grundkurse im Hinblick auf das Abitur gewählt werden dürfen oder müssen, gibt es verbindliche Regelungen.

Link zum Kultusministerium

Die THS bietet zur Unterstützung auch in den Jahrgangsstufen 12 und 13 Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an.

In der Jahrgangsstufe 12 findet in der Regel vor den Sommerferien eine Studienfahrt innerhalb Europas statt.

In der Abiturprüfung müssen sich die Schülerinnen und Schüler in fünf Fächern prüfen lassen. Das erste und zweite Prüfungsfach sind die beiden Leistungskurse. Einer der Leistungskurse ist das jeweilige Schwerpunktfach Wirtschaftslehre oder Gesundheitslehre. In beiden Leistungskursen ist eine schriftliche Abiturprüfung zu erbringen.

Die drei anderen Prüfungsfächer wählt man aus seinen Grundkursen. Hierbei muss aber sichergestellt sein, dass mit den Prüfungen alle drei Aufgabenfelder abgedeckt werden:

  • Sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld
  • Gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld und
  • Mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld

Diese Regelung gilt auch in allen anderen Gymnasien. Das dritte Prüfungsfach wird ebenfalls schriftlich absolviert. Im vierten Prüfungsfach wird man mündlich geprüft und das fünfte Prüfungsfach wird als Präsentation über ein mit dem entsprechenden Fachlehrer abgesprochenes Thema oder als eine mündliche Prüfung durchgeführt.

Leistungskurs (schriftlich)  

mindestens 2 Aufgabenfelder müssen abgedeckt sein

 

 

 

alle 3 Aufgabenfelder müssen abgedeckt sein!

Schwerpunktfach-Leistungskurs (schriftlich)
Grundkurs (schriftlich)
Grundkurs (mündlich)  

Darf kein schriftliches Prüfungsfach sein!

Grundkurs (mündlich, Präsentation + Kolloquium oder besondere Lernleistung)

Das Abitur hat bestanden, wer im Durchschnitt mindestens 05 Notenpunkte in jedem Prüfungsfach erreicht hat. Dann ist die Teilnahme an unserer alljährlichen „Abifeier“ gesichert und feiern angesagt.

Alle weiteren Details zum Abitur werden im Laufe der drei Jahre geklärt.
Wer die Schule schon nach der 12. Klasse verlässt und ein einjähriges Praktikum nachweist, erhält unter bestimmten Bedingungen das Zeugnis der Fachhochschulreife, das zum Studium an einer Hochschule berechtigt.

Link zum Kultusministerium

Anmeldeschluss: 01. März.